Stahl, 8 m hoch.
Skulptur von Angelo de Sousa (*1938 Maputo/Mosambik †2011 Porto)
vor dem Burgo Empreendimento in der Avenida da Boavista, Porto, Portugal


[Foto: 8/2007, Manuel de Sousa, Wikimedia Commons. Lizenz:
Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]















Reiner Seliger (*1943 Löwenberg/Schlesien):   Tall Tower (2019)

Zusammengesetzt aus Beton-Bruchstücken, insgesamt 3.90 m hoch.
Die Beton-Bruchstücke stammen aus einem Heidelberger Zementwerk. Wenn dort Betonmischungen mit Belastungstests auf ihre Materialeigenschaften geprüft werden, bleiben die Bruchstücke als Abfallmaterial zurück.

Reiner Seliger zeigte im Skulpturenpark Heidelberg von Juni bis Oktober 2019 zehn große und teilweise neue Freilandskulpturen, darunter die Arbeit "Tall Tower", die der Künstler im Mai 2019 vor Ort schuf. Seliger (*1943 Löwenberg/Schlesien) ist bekannt für seine monumentalen Skulpturen von archaischer Schönheit, häufig aus Ziegel, Stahl und Mörtel, viele im öffentlichen Raum, insbesondere in Parks. Auch Glas, Marmor oder Schiefer verbaut er zu turm- oder spindelartigen Gebilden, so etwa Sesto Nero (2016) - rechts im Bild - aus Glasbruchstücken.

Fotostrecke:
Reiner Seliger im Skulpturenpark Heidelberg
















Herbert Mehler (*1949 Petersberg-Steinau, lebt und arbeitet in Eisingen (Kreis Würzburg) und in Kranidi / Griechenland): Drei Skulpturen aus der Reihe Dedicato Brancusi (2017)

Mehler schweißt seine Skulpturen aufwendig aus einzelnen Stahlstreifen zusammen und verschleift sie anschließend. Die Skulpturen scheinen direkt aus dem Boden zu sprießen. Die Rippung produziert ein Licht- und Schattenspiel, das die Skulptur der Realität entrückt. Die Formen entfalten eine rhythmische Bewegung im Raum - die Leichtigkeit des Seins zitierend, an der Grenze zur Unendlichkeit.

Mehr:
[Ausstellung (mit Sonja Edle von Hoeßle) im Marburger Kunstverein,
20. September - 7. November 2019]
[Erbachshof Art Project, Eisingen]


[Foto: Herbert Mehler, Wikipedia]
















Baarmann-2019-Ring_for_Peace-37035_web.jpg

Gisbert Baarmann (*1959 Weimar, lebt und arbeitet in Dargersdorf / Uckermark):
Ring for Peace (2019)

36 Lärchenholzer aus aller Welt und aus zertifiziertem Anbau, 7.50 m hoch.
Keinen Innen und kein Außen, kein Vorn und kein Hinten: der Ring for Peace hat die Form eines Möbiusbandes, das nur eine Seite ("Seitenfläche") hat: wenn man in Gedanken auf der Oberfläche entlangfährt, gelangt man erst "nach zwei Runden" wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dasselbe gilt für den Rand (die "Randfläche"). Standort: Luitpoldpark, Lindau im Bodensee.

Aufgestellt anlässlich der Ring for Peace Zeremonie während der 10. Weltversammlung von Religions for Peace am 20. August 2019, bei der rund 900 geistliche Führer und Gläubige verschiedener Religionsgemeinschaften aus über 100 Ländern mit Regierungsvertretern, internationalen Organisationen und Gruppen der Zivilgesellschaft zusammenkommen. Der "Ring for Peace" wird als Symbol des Friedens zwischen den Religionen eingeführt. Der Ring steht als verbindendes Element, das nicht auf eine Religion festgelegt ist oder andere ausschließt. Der Ring spielt in vielen Weltreligionen als Symbol von Treue, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit eine Rolle. Das Buddhistische Lebensrad, der Siegelring des Propheten Muhammad im Islam, Salomos Ring im Judentum oder Lessings Ringparabel sind nur einige Beispiele.


[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2019 Christian Flemming / Fotografie. Alle Rechte vorbehalten]
















Rombach-2019-Am_Ende_der_Fahnenstange-4545_6_7.jpg

Felix Cornelius Rombach (*1983 Villingen-Schwenningen, lebt und arbeitet in Berlin):
Am Ende der Fahnenstange (2019)

Eine verformte Vier-Punkt-Traverse, wie man sie aus dem Bühnenbau kennt, und Markisenstoff. Die Skulptur war Teil der Open-Air-Ausstellung Skulpturen im Park 2019 am Bürgerhaus, Blumenstraße, 64546 Mörfelden-Walldorf.

Rombach war Meisterschüler von John Bock an der Akademie der bildenden Künste Karlsruhe. Bei den 20. 'Skulpturen im Park' 2017 erhielt er den Publikumspreis für sein Portal, das heute am Bahnhof Mörfelden steht.
















Victor Vasarely (*1906 Pécs / Ungarn †1997 Paris)

Keramikkacheln auf Beton.
Standort: Pécs / Ungarn.  
Vasarely war Mitbegründer der Op-Art.

»Die Kunst ist künstlich und keineswegs natürlich:
Schaffen heißt nicht die Natur nachahmen,
sondern ihr gleichkommen und sie sogar mittels einer Erfindung,
deren unter allem Lebenden nur der Mensch fähig ist, übertreffen.«
[Victor Vasarely]


[Fotos: mit freundlicher Erlaubnis 5/2019 Wolfram Freutel. Alle Rechte vorbehalten]
















Ulrich Beier (*1928 Flensburg †1981 Reinbek):
Flügelform (1970)

Bronze, 145 cm hoch, max. 200 cm breit.
Standort: Gymnasium Harksheide, Falkenbergstraße 25, Norderstedt. Kunst am Bau. Sieben Flügel sind kreisförmig um ein Zentrum herum angeordnet. Die Flügel - von klein bis groß - wirken leicht und zart, fast wie in Bewegung. Ein Sinnbild für individuelle Entfaltung in harmonischer Gemeinschaft.

Mehr:
[Streifzug Inspiriert durch die Natur]
[Beiers Flügelform auf KUNST @ SH]


[Fotos: mit freundlicher Erlaubnis 1/2019 HiOb. Lizenz: Creative Commons
Namensnennung - nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
]


















Angelika Summa (*1952 Bayreuth, lebt und arbeitet in Würzburg):
Gegen den Strich... (2010)

Stahlrohre gebogen, geschweißt, 220 cm Durchmesser.
Ordnung aus dem Chaos: in ihren Arbeiten choreografiert Summa gern ein wildes Durcheinander kleiner Elemente, die "in Summe" ein geordnetes Ganzes abgeben. Immer wieder trifft man dabei auf die Kugel - Sinnbild für Vollkommenheit. Exponat der Ausstellung Skulpturen im Park 2010 in Mörfelden-Walldorf. Standort: Kreisverkehr Westendstrasse / Gärtnerweg, Mörfelden-Walldorf, 2011 aufgestellt.


















Erwin Wortelkamp: Schritt I (1992)

Stahl, Lack, 250 x 30 x 30 cm.

Mit der großen Retrospektive anlässlich seines 80sten Geburtstags geht für Wortelkamp ein Traum in Erfüllung: die Festung Ehrenbreitstein, Koblenz, zu bespielen. Die Ausstellung "Wehrhaft" zeigt 20 großformatige Skulpturen aus den Jahren 1981 bis 2018 auf dem Festungsgelände [Teil I], begleitet von Skulpturen und Arbeiten auf Papier von 1970 bis 2018 in den Innenräumen des Landesmuseums [Teil II]. »Was haben diese Wände gesehen? (...) Diese Wände sind ja Lebensgeschichten.« Die Festung folge mit ihrer Wehrhaftigkeit dem Grundbedürfnis, sich zu schützen, so Wortelkamp. »Aber gerade gemessen mit heutigen Verteidigungsmöglichkeiten hat diese Anlage eine Absurdität im Sinne einer Übertreibung.« Die Arbeiten, äußerst sensibel plaziert, verändern auch die Wahrnehmung der Festungsanlage. Da ist nicht nur der Dialog zwischen Holz und Stein, da ist auch eine Würde, ein Selbstbehauptungswillen, ja ein Annehmen in all den Stürmen und Verletzungen, die das Leben bereithält. Wortelkamp wurde 1995 der Staatspreis und 2008 der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz zuteil. Mehr:












Kosmos und Welt

Kosmos und Welt - Denkmal für Otto Freundlich (2018)

Anlässlich des 140. Geburtstags des deutschen Malers, Grafikers, Bildhauers und Humanisten Otto Freundlich wurde am 10.7.2018 in Slupsk (Polen) auf Initiative der Bildhauer Silvia Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach das Kunstwerk Kosmos und Welt eingeweiht.

Freundlich, im pommerschen Stolp (heute Slupsk) geboren, gehörte zur Pariser Avantgarde. Sanitätssoldat im 1. Weltkrieg, schloss er sich bald der Antikriegs-Bewegung an. In Kunst und Architektur soll seiner Ansicht nach zum Ausdruck kommen, dass die Menschheit die Aufgabe hat, eine soziale Einheit zu werden. In den 1920er Jahren entwickelte er die Idee einer völkerverbindenden „Straße der Skulpturen“ von Paris nach Moskau. Erst 40 Jahre später wurde diese Idee aufgegegriffen, vgl. das Kunstprojekt "Straße des Friedens". Den Nationalsozialisten galt Freundlichs Kunst als „entartet“, 1943 - vor 75 Jahren - wurde er im Vernichtungslager Sobibor (oder auf dem Weg dorthin) ermordet.

Roter Granit - für den Kosmos (Findling vom Potsdamer Platz, Berlin, bearbeitet durch Rudolf J. Kaltenbach), ruhend auf grauem portugiesischen Granit - für die Welt (bearbeitet durch Silvia Fohrer). Der Stadt Slupsk gestiftet als ein Zeichen für Versöhnung, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern im Sinne des humanitären Gedankens Otto Freundlichs. Teil des Denkmals sind zudem drei japanische Kirschbäume, die gepflanzt wurden, sowie Schriftstücke in 7 verschlossenen Metallhülsen (Edelstahlröhrchen), die in den Granit eingelassen wurden. Die Schriftstücke tragen (in Handschrift) Wünsche des Bürgermeisters Robert Biedron, des Kulturbeauftragten, der Leiterin der Bibliothek Slupsk, von Mitgliedern des Vereins "Steine ohne Grenzen" sowie von den beiden Bildhauern selbst.

Standort: Otto-Freundlich-Park am Rathaus / der Stadtverwaltung Slupsk,
Deotymy, Slupsk [auf Google Maps]

Mehr Information: [Steine ohne Grenzen - Bildhauer-Symposion
in Berlin und Brandenburg, als Teil der Straße des Friedens]


[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2018 Silvia Fohrer]















Eduardo Chillida (*1924 San Sebastián †2002 ebd.):
Zuhaitz VBaum (1989)

Corten-Stahl, 324 x 189 x 189 cm, 18 t schwer.
Herstellung: Forjas y Aceros de Reinosa, S.A.
Anlässlich des 200. Jahrestages der Französischen Revolution beauftragten das MRAP de l'Isère (Mouvement contre le Racisme et pour l'Amitié entre les Peuples) sowie das Musée de Grenoble diese Skulptur als »Denkmal gegen den Rassismus«. Der Park um das Musée de Grenoble herum ist nach Albert Michallon, Bürgermeister von Grenoble von 1959 bis 1965, benannt, eine Gedenktafel erinnert an seinen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. Chillida konzipierte diese Arbeit explizit für diesen Aufstellungsort und Auftrag. Die Skulptur steht in einer Flucht mit "biologischen" Bäumen. Sie trägt - ungewöhnlich für Chillida - eine (mit seiner Signatur versehene) Gravur:

Cet arbre de fer
né dans cette forêt
annonce que nous les hommes
avons la même origine.
Il exige la fraternité.
Dieser Baum aus Eisen,
in diesen Wald geboren,
verkündet, dass wir Menschen
alle denselben Ursprung haben.
Er fordert die Brüderlichkeit ein.
(Inschrift) (deutsche Übersetzung)

Abgesehen von dieser (recht unscheinbar angebrachten) Gravur ist vor Ort nicht mehr erkennbar, dass es sich eigentlich um ein Denkmal handelt.

Siehe auch:
Skulpturenpark Musée de Grenoble
Die Welt des Eduardo Chillida















Nachruf

Friederich Werthmann (*1927 Barmen †9. Juni 2018 Düsseldorf-Kaiserswerth):
Werther Brunnen (1978)

Remanit dynamisiert, 250 cm Durchmesser.
Standort: Werth / Höhne, Wuppertal-Barmen, vor dem Sparkassen-Immobiliencenter. Seit 1960 experimentiert Werthmann mit durchbrochenen Kugelformen. Kleinere Skulpturen tragen Bezeichnungen wie "Ballung", "Entelechie", "Kreisende Wiederkehr" und "Vierte Sphäre". Immer gibt es Öffnungen, die die Dreidimensionalität erfahrbar machen. Zahlreiche der öffentlichen Arbeiten Friederich Werthmanns sind an den Straßen und Plätzen Düsseldorfs zu finden.

Wer mag, sieht in der geteilten Kugel das dualistische Prinzip dargestellt, nach dem sich Leben und Werden zwischen zwei Polen abspielt: zwischen Anspannung (Systole) und Entspannung (Diastole), zwischen Yin und Yang, Verselbstung und Entselbstung,...

Siehe auch:
Streifzug Plastik des Informel
Streifzug Kreis und Kugel

[Foto: 5/2010 Tasto,Wikimedia Commons. Lizenz:
GNU Free Documentation License Version 1.2]















Udo Dagenbach, glaßer and dagenbach:

Pflanze – Stein – Skulptur (2003)

Jurakalkstein und Eibenpflanze, formgeschnitten, 130 x 130 x 130 cm.
Eine europäische Interpretation des Japanischen Zen-Gartens: eine geometrische Form durch Symbiose von Stein und Pflanze. Kooperation zwischen dem Planungsbüro glaßer und dagenbach Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin, der Baumschule Bruns, Bad Zwischenahn, sowie dem Natursteinunternehmen Franken Schotter, Treuchtlingen. Standort: (seit 2015) United World College, Prince of Wales Avenue, Dilijan, Armenien.

Die Installation gewann den Silver A’Design Award 2017
und den German Design Award 2018.
Mehr: [glaßer und dagenbach]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2006 Udo Dagenbach, glaßer and dagenbach. Alle Rechte vorbehalten]





















Jörn Pfab (*1925 Hamburg †1986 ebd.):

Flor Urbana ("Stadtblume") (1976)

Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, 400 cm hoch.
Standort: Fleetmarkt, Fleetinsel, 1995 aufgestellt (ursprünglich: Glockengießerwall). Stiftung der Ehefrau Fotini Pfab an die Despa (Deutsche Sparkassen- Immobilien-Anlage Gesellschaft).

Pfab studierte Bildhauerei an der Landeskunstschule Hamburg (bei Edwin Scharff). Schon 1952 bezog er ein eigenes Atelier in Hamburg. Im gleichen Jahr wurde ihm ein Lichtwark-Stipendium zuteil, 1956 ein Stipendium des BDI-Kulturkreises. Nach einem Aufenthalt in Spanien und Marokko wandte Pfab sich 1961 der abstrakten Plastik zu. Die Arbeiten haben meist etwas Organisch-Wachsendes, Keimendes, obwohl aus Stahl und obwohl aus geometrischen Elementen zusammengesetzt. 1971 wurde Pfab der Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen.

Mehr: SkulpTour Hamburg

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2/2016 Alex Magocsi, flickr. Alle Rechte vorbehalten]



















Hein Sinken (*1914 Aachen †1987 Berlin):
Windobjekt (1977)

Kinetisches Objekt. Die einzelnen Löffel drehen sich um Achsen, die zueinander senkrecht stehen. Immer wieder denkt man: jetzt kommen sich die Löffel in die Quere und berühren sich! Doch weit gefehlt: wie von Zauberhand kommen alle Löffel unbeschadet aneinander vorbei. Standort: auf dem Dach des Cafés am Rathaus, Fußgängerzone, Stadthof 15, Offenbach. Nachdem der ehemalige Professor an der Hochschule für Gestaltung, Klaus Staudt, vehement die Aufstellung des Objektes gefordert und fördert hatte, kaufte die Stadt Offenbach 1977 - im Jahr der 1000-Jahr-Feier der Stadt - den "Kubus" im Anschluss an das Stadtfest "Kunst auf Markt und Straßen".





















Wilhelm Holderied (*1940 Kaufbeuren) und Karl Schlamminger (*1935 Allgäu):

Erdzeichen - eine Insel für die Zeit (1993-95)

Fläche: ca. 270 x 170 m, Furchentiefe: 3.40 m.
Standort: nahe dem Flughafen München, nur aus der Luft zu betrachten.
Ein Zeichen für Poesie und Langsamkeit - im Angesicht der Hektik und Funktionalität eines Flughafens. Mehr: Video-Dokumentation 1994-1997 von Heinz Peter; Freunde des Erdzeichens EINE INSEL FÜR DIE ZEIT e.V..

Holderied lebt und arbeitet in München und Geretsried / Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Schlamminger, der in Istanbul und in Teheran lehrte, lebte und arbeitete seit 1979 in München, wo er am 9. Dezember 2017 verstarb.

[Foto: 4/2014 © Klaus Leidorf, Luftbildfotograf, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0]





















Nachruf

Edgar Gutbub (*1940 Mannheim † 28. Oktober 2017 Wuppertal)

Ohne Titel (1978), Edelstahl, 140 × 180 × 280 cm.
Standort: Schwäbisch Hall, anlässlich der Landesgartenschau
in Schwäbisch Hall 1982 aufgestellt.

Gutbubs Arbeiten können der konkreten Kunst, die sich mit Systemen von Formen beschäftigt, zugerechnet werden. Die abgebildete Arbeit - bei der es auf den ersten Blick nicht viel zu sehen gibt - veranlasst den Betrachter, genauer hinzusehen. Drei unterschiedliche Formen drängen von Außen her zusammen, schmiegen sich aneinander und vereinigen sich nach oben hin zu einer ebenmäßigen Form. Dabei geben alle drei jeweils, ein Stück weit, ihre "Identität" auf... [An der Oberseite belaufen sich die Horizontalprofile der drei Teile auf 20 x 20 bzw. 20 x 40 bzw. 20 x 60 cm.]

[Foto: 9/2008 ehauff / zuzuku.de, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]



















Anna Kubach-Wilmsen (*1937 Kalkar-Appeldorn / Niederrhein,
lebt und arbeitet in Bad Münster am Stein-Ebernburg / Nahe):
Bücher der Weisheit (2017)

1.60 m hoch (inkl. Sockel), 1.6 t schwer, roter Gneis aus Australien (oberes Buch), grüner Quarzit aus Norwegen (mittleres Buch), schwarzer Granit aus Südafrika (unteres Buch). Standort: Martin-Luther-Park, Offenbach. Am 1. Oktober 2017 - in Anwesenheit von Vertretern der drei Buchreligionen - durch den Förderverein Praeludium und das Evangelische Dekanat Offenbach eingeweiht.

»Steine sind Millionen Jahre alt,
sie erzählen die Geschichte der Erde.«
[Anna Kubach-Wilmsen]

Anna Kubach-Wilmsen (*1937 Appeldorn / Niederrhein) und Wolfgang Kubach, die bis zu seinem Tod als Künstlerehepaar wirkten, zeigten ihre Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, insbesondere auch in Japan und den USA. Mit dem Steinskulpturenmuseum in Bad Münster am Stein-Ebernburg (Architekt: Tadao Ando) schufen sie ein Gesamtkunstwerk - eine Hommage an das Naturmaterial Stein. Im Juni 2017 war die achzigjährige Steinbildhauerin für ihr Lebenswerk und ihren Beitrag zur Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz mit der Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

Mehr: Detailbilder in der SkulpTour Main-Metropole



















Nils-Udo (*1937 Lauf an der Pegnitz, lebt und arbeitet
in Riedering/Chiemgau): Der Turm (1982)

Bentheimer Sandstein, 730 cm hoch, 470 cm Durchmesser.
Standort: Kloster Frenswegen, auf dem Skulpturenweg Kunstwegen
durch das Vechtetal von Nordhorn (D) nach Zwolle (NL)

Trotz seiner Monumentalität und Urwüchsigkeit muss der Kunstinteressierte diesen Turm heutzutage erst suchen: man entdeckt ihn versteckt in einem dichten Birkenwald. Nils-Udo ließ die Steinblöcke mit einem Kran spiralförmig in den Himmel wachsen, während er selbst vom jeweils obersten Stein aus "dirigierte". Es heißt, er habe mit Künstlerkollegen nach Fertigstellung des Turms oben auf dem Turmplateau an einem weiß gedeckten Tisch gevespert.



















Nachruf

Fritz Koenig (*1924 Würzburg †2017 Ganslberg bei Landshut):

Große Zwei XXV (1982/1983)

Bronze, 310 cm hoch.
Standort: Skulpturenmuseum im Hofberg, Prantlgarten, Landshut

»Es geht mir um bildnerische Formulierungen,
die unter Belastungen oder Entlastungen wie
Angst, Freude, Liebe, Schmerz und Trauer zustande kommen
und im Erwecken von Mitgefühl ihre Lebensfähigkeit zeigen.«
[Fritz Koenig]

Koenig war mit der emblematischen Bildtradition der Kugel wohlvertraut. Die bewegliche Kugel steht in der Überlieferung sinnbildlich für Unbeständigkeit, insbesondere für den launenhaften Charakter des Glücks. (Zur Bildtradition von Kugel und Kubus siehe auch Geothes Denkmal
Stein des Guten Glücks, auch Altar der Agathé Tyche genannt.)

In Erinnerung an den am 22. Februar 2017 verstorbenen Meister
der abstrahierenden Figuration.



















Mathias Schweikle (*1962; lebt und arbeitet in Pfalzgrafenweiler):
Baumwelten (2016)

Linde, wegen Windbruchgefahr gefällt, Bienenwachs, farbig gefasst, 4.20 m hoch.
Der überdimensionale Lippenstift im Stamm der Linde kommt mit integriertem Bienenstock daher: vorn ist das Flugloch zu erkennen. Mathias Schweikle ist Hobbyimker; mit dieser Skulptur setzt er ein Zeichen gegen das Bienensterben und erinnert uns, die Schönheit der Natur zu achten und zu bewahren.
Standort: an der B28 bei Pfalzgrafenweiler.

»Ich glaube die Menschen sind sich gar nicht bewusst,
was mit uns passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt.
Stirbt die Biene, stirbt der Mensch.
Bienen produzieren zudem auch Wachs.
Aus Bienenwachse wurden schon im alten Ägypten
Naturkosmetika hergestellt.«
[Mathias Schweikle]

Die meisten Pflanzen und ein Drittel unserer Nahrung ist auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Der weltweite ökonomische Nutzen der Bestäubung wird auf 265 Milliarden € pro Jahr beziffert, allein in Deutschland: 2 Milliarden €. Bienen gehören damit neben Rindern und Schweinen zu den drei wichtigsten Nutztieren im Land. Die Bienen sind aber in ihrer Existenz nicht nur durch die Varroamilbe und Viren bedroht. Es besteht der Verdacht, dass Giftrückstände an Rapspollen - der wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen im Spätfrühling - aus den immer aggressiveren Insektiziden der konventionellen Landwirtschaft zu chronischen Vergiftungen führen und die Immunabwehr der Tiere schwächen. Das Pestizid Aktions Netzwerk e.V. (PAN Germany) hatte die Hersteller von vier umstrittenen Mitteln - Syngenta, Bayer und BASF - deshalb 2014 für den Public Eye Award nominiert. Es geht um ein Milliardengeschäft. BASF, Bayer Cropscience und Syngenta haben die EU verklagt, um das von der EU-Kommission ab Dezember 2013 verhängte Verbot einiger Pestizide zu kippen. Am 15. Februar 2017, begann das Verfahren am Europäischen Gerichtshof. Mehr: [Auf Kosten der Bienen, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2017] [Bundesregierung will Bienen schützen. Süddeutsche Zeitung, 14. April 2018]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 1/2017 Mathias Schweikle]























HD Schrader (*1945 Bad Klosterlausnitz/Thüringen, lebt und
arbeitet in Hamburg und Osterhever/Schleswig-Holstein):

Woodwatcher (2014)

Eisen, rot bemalt, je 800 × 135 × 135 cm.
Standort: Teil des Kunstwegs SkulpToura - Kunst in der Natur
zwischem Museum Ritter und Museum Waldenbuch, Landkreis Böblingen.

»Als Artefakte der zweiten Natur sind sie Mahnmale
zum Schutz der ersten Natur, sind deren Wächter, deren Ranger.
Eine Steigerung dieses Kunstprinzips erlangt
virtuelle Gestalt in meinen Animationsfilmen
[HD Schrader]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis des Künstlers © Andreas Sporn]























Markus Schmitt (*1974 Alzenau, lebt und arbeitet in Mömbris):
Kabelbäume (2008)

Baumstämme, Eisen, Farbe, 290 x 100 x 90 cm.

Exponat der Skulpturen im Park 2016.
Die 19. jährliche Freiluftausstellung in Mörfelden-Walldorf fand statt vom 7.8. bis 11.9. 2016 in Zusammenarbeit mit dem Galeristenverband Hessen und Rheinland Pfalz. Schirmherrschaft: Prof. Ottmar Hörl, Präsident der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg.


















Hans Uhlmann (*1900 Berlin †1975 ebda.):
Ohne Titel (1960/61)

Chrom-Nickel-Stahl, schwarz getönt, 20 x 8.50 m.
Standort: Deutsche Oper Berlin.
Auftrag: Land Berlin

»Ich arbeite an einer ,räumlichen Plastik‘,
die mehr ist als nur eine 3-dimensionale,
und bei der die Materie überwunden scheint.«
[Hans Uhlmann]

Aufgabe war, die riesige, 64 m lange Kieselstein-Fassade der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg zu gestalten. Uhlmann setzt azentrisch ein Zeichen, das die Fassade beherrscht und energetisiert. Über die pfeilartig in den Himmel schießende Spitze verbindet sich die Skulptur mit dem Kosmos. Die 8.50 m breiten Flügel "enthalten die Idee des Auffliegens und das Zeichenbild des Vogels" [Werner Haftmann]. Sie können auch als kraftvolle Entfaltung in der Waagerechten gelesen werden. In der Zeit des Kalten Krieges (Sputnik-Schock 1957) entstanden, ist die Form sicherlich auch als Freiheitszeichen gemeint.

Siehe auch:
Die Welt des Hans Uhlmann

[Foto: 2/2009 Andreas Praefcke, Wikimedia Commons.
Lizenz: Creative Commons Namensnennung]















Jaume Plensa (*1955 Barcelona, lebt und arbeitet ebd.):
Body of Knowledge (2010)

Weiß lackierter Edelstahl, ca. 8 m hoch, nachts von innen illuminiert. Standort: Plaza am Hörsaalzentrum, Campus Westend der Goethe-Universität, Frankfurt am Main.
Leitmotiv für Plensas Arbeiten ist ein Satz von William Blake: „Ein Gedanke füllt die Unendlichkeit.“ Body of Knowledge zählt zu einer Reihe von Arbeiten, die Plensa als „Gefäße für die Seele” bezeichnet. Zusammengesetzt aus Hunderten von Schriftzeichen aus acht verschiedenen Alphabeten, spielt die Arbeit an auf die Bedeutung von Literatur und Wissenschaft für die geistige Entwicklung des Menschen, ja, auf die Bedeutung von Offenheit im Denken für die Entwicklung der Menschheit insgesamt. Gestiftet durch die Unternehmerin und Ehrensenatorin der Goethe-Universität Johanna Quandt, Bad Homburg.

»Unser Körper ist der Sitz des Geistes. Die Universität ist eine Ausweitung unseres Körpers. Ein Versammlungsort, an dem sich Menschen und Ideen, Tradition und Zukunft zu Zwiegesprächen treffen und das Netz menschlichen Wissens weben.«
[Jaume Plensa]

»Dabei sind nirgends ganze Worte erkennbar oder intendiert,
doch die Gemeinsamkeit der Menschheitserfahrung
jenseits von Unterschieden des Geschlechts, der Rasse
oder des Glaubens wird unmittelbar deutlich.«
[Christian Scheffel, Galerie Scheffel, Bad Homburg]

Siehe auch:
Streifzug Figurative Abstraktion - abstrakte Figuration















Tony Cragg (*1949 Liverpool, lebt und arbeitet in Wuppertal):
Minster (1998)

Zweiteilig, verschiedene Metalle, 730 x 114 cm und 666 x 132 cm.
Standort: Congress Centrum, Ulm.
Für diese Skulptur trug Cragg ausgemusterte Teile von Industriemaschinen
zusammen und stapelte sie sorgsam sortiert übereinander.

Siehe auch: Streifzug Der Turm in der modernen Skulptur

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 3/2008 Marco Marsella, panoramio. Alle Rechte vorbehalten]















Georg Vorhauer (*1903 Paris †1987 Neustadt an der Weinstraße):
Entfaltung (ca. 1974)

Betonguss, ca. 250 cm hoch.
Standort: Hauptverwaltung Heidelberger Zement AG,
Berliner Straße, Heidelberg

Vorhauer, gelernter Schreiner und ursprünglich Maler, fand erst in den 1950er Jahren zur Bildhauerei. Er arbeitete vorwiegend mit Beton und Aluminium, dabei bestimmen organische, "wachsende" Formen sein Werk. Vorhauer erhielt 1975 für sein Gesamtwerk das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1984 die Picasso-Medaille.

Mehr biomorphe Abstraktionen: im Streifzug Inspiriert durch die Natur















Claus Bury: Wir sitzen alle in einem Boot (1996)

Für seine Heimatstadt Gelnhausen konzipierte Bury die etwa etwa 280 t schwere und 10 m hohe, architektonische Skulptur Wir sitzen alle in einem Boot; anlässlich des Hessentages 1996 wurde sie aufgestellt. Das Kunstwerk nahm Bezug auf die Kaiserpfalz Gelnhausen, die auf vielen tausend Baumstämmen errichtet wurde. Zudem verarbeitete Bury ausschließlich Holz, das durch Windbruch oder Umweltschäden zur Verfügung stand. Dies kann als Hinweis auf die Umweltzerstörung weltweit durch den modernen Menschen und die daraus resultierende prekäre Situation vieler Menschen interpretiert werden. Die Holzstämme werden - stellvertretend für die begrenzten Rohstoffe unseres Planeten - als wertvolle Ressource präsentiert. Der labil erscheinende Stand der Skulptur unterstreicht die mahnende Interpretation:
der Schatz droht, ausgekippt zu werden.

Im Februar 2010 wurde die Skulptur aus witterungstechnischen Gründen abgebaut, obwohl der Künstler den Verfall des Kunstwerks vor Ort vorgesehen hatte. Gelder, die Bürger zur Rettung des Kunstwerks gesammelt hatten, hatten für eine Instandsetzung nicht ausgereicht. Mehr: [An der Kinzig: Burgmühle, Wehr und „Wir sitzen alle in einem Boot“-Skulptur, von Gudrun Kauck]

Das Historisches Museum Hanau, im Schloss Philippsruhe, zeigt noch bis zum 3. Juli 2016 die Retrospektive Claus Bury – Meine Sicht. Die Ausstellung spannt einen Bogen von Fotoaufnahmen und Malerbüchern, die auf seinen zahlreichen Reisen zu Ikonen der frühen Architekturgeschichte, Ruinen und Tempelanlagen, entstanden (unter anderem: Griechenland, Ägypten, Mittelamerika) und die ihm zur Inspiration dienen, hin zu seinen monumentalen architektonischen Skulpturen und Installationen im landschaftlichen und im urbanen Raum. Siehe auch: [Skulpturenpark im Schlosspark Philippsruhe]

[Foto: Jens Reimann, Wikipedia]

















Marina Schreiber (*1958 Hannover, lebt und arbeitet
in Berlin und Betzin):   MS559 (2007)

Elektrische Widerstände und Schaltlitze, 46 x 45 x 43 cm.
Aus der Serie Tiefsee-Organismen.



Mehr biomorphe Abstraktionen: im Streifzug Inspiriert durch die Natur

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin © Marina Schreiber. Alle Rechte vorbehalten]

















Jorge Oteiza (*1908 †2003):
Construcción vacía con cuatro unidades planas negativo-positivo (1957)

Corten-Stahl, 6 m hoch.
Standort: Paseo Nuevo, Altstadt, San Sebastián (baskisch Donostia).
Eigentum: Stadt San Sebastián, 2002 aufgestellt.

Der Baske Jorge Oteiza - wohl einer der bedeutendsten Bildhauer Spaniens - schuf in den 1950er Jahren in einer Art Dematerialisierungsprozess Skulpturen, in denen die Masse immer mehr dem reinen Raum und bloßer Energie weichen sollte.

San Sebastián ist Kulturhauptstadt Europas 2016. Auch auf dem Gebiet der modernen Skulptur hat San Sebastián einiges zu bieten, man vergleiche etwa la otra mirada - Esculturas en San Sebstián (San Sebastián Turismo).

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 6/2009 Daniel Aguilar Lopez, flickr. Alle Rechte vorbehalten]















Sabine Mädl (*1964 Nürnberg, lebt in Ursensollen):
Der große Knoten (2007)

Edelstahlrohr, 33.7 mm Durchmesser, geschweißt, 510 cm hoch.
Insgesamt wurden ca. 2100 m Stahlrohr verarbeitet.
Standort: Kreisverkehr an der RH 1 Ecke Rother Straße, Rednitzhembach.
Auftrag der Gemeinde Rednitzhembach, aufgestellt 2007.
Ausführung: Sabine Mädl und Verena Reimann.

»Aus verschiedenen Richtungen streben Kräfte zusammen, fließen in einander, beschreiben eine kreisförmige Bewegung und verlassen das Zentrum wieder in verschiedene Richtungen. Die gebündelten Stahlrohre bilden dieses Zusammenfließen vieler einzelner Linien ideal ab. Die Kräfte bleiben während des Prozesses im Fluss, alles bewegt sich kontinuierlich weiter. Es kommt zu keinem Stillstand, zu keiner Stockung. Aus diesem typischen Prozess des Kreisverkehrs ergibt sich das Gesamtwerk des "Großen Knotens".«
[Sabine Mädl]

Mehr: [Kunstweg Rednitzhembach - Frankens große Open-Air-Galerie] [Zeitungsartikel]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2008 Artur Lutz, panoramio. Alle Rechte vorbehalten]















Beate Schroedl-Baurmeister (lebt und arbeitet in Wuppertal):
Gräser (2006)

Edelstahl, 520 x 220 x 110 cm.
Während einer Ausstellung im Park
der Stiftung Schloss Dyck, Jüchen.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2007 Dr. Ulrich Baurmeister. Alle Rechte vorbehalten.
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin]















Andreu Alfaro (*1929 Valencia †2012 ebd.):
(Titel und Jahr hier nicht bekannt)

Edelstahl.
Standort: Avinguda Ultramar, Cala Blanca,
Xàbia (Region Valencia).

Mehr: Die Welt des Andreu Alfaro

[Foto: 12/2013 Joanbanjo, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
]















Josef Neuhaus (*1923 Essen †1999 Neuss):
Ohne Titel (1997)

Edelstahl, 540 x 140 x 140 cm.
Standort: Erftbrücke, Bonner Straße, Neuss,
am Radweg Insel Hombroich - Erftmündung.

Mehr: SkulpTour Neuss















max bill (*1908 winterthur †1994 berlin):
zwölfteiliger dreierrhythmus (1984-85)

zwei bildsäulen, stahl, 14 m hoch, 50 cm durchmesser.
standort: westlich und östlich des bauhausarchivs berlin

mehr:

[foto: mit freundlicher erlaubnis © 10/2014 Annette Liese / annette-liese-design.de,
flickr. alle rechte vorbehalten]















Michael Morgner (*1942 Chemnitz, lebt in Einsiedel bei Chemnitz):
Auferstehender und Fallender (2003)

Eisen, 450 cm hoch.
Standort: Kiliansplatz am St. Kiliansdom zu Würzburg. Aufgestellt im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Platzes. Eigentum: Diözöse Würzburg. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sich Positiv- und Negativ-Form nicht exakt entsprechen. Nichtsdestotrotz sind beide aus einem Stahlblech entstanden.

Morgner, Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden und der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, ist ein sehr vielseitiger Künstler. Lange hat er sich mit dem Bild des Menschen beschäftigt insbesondere mit dem Motiv "Ecce homo". Ein Großteil seiner Arbeiten seit Ende der 1970er Jahre ist der Druckgrafik und Zeichnung zuzurechnen. 1990 bietet Morgner der Bürgerrechtsvereinigung „Neues Forum“ die Figuration des Schreitenden als Signet an, die jedoch abgelehnt wird. 1993 entstehen die ersten Stahlplastiken und der sechsteiliger Bildzyklus Kalvarienberg, 1996 die erste Großplastik aus Stahl zum Thema Reliquie Mensch, die von der Schmidt-Bank in Chemnitz erworben und aufgestellt wird (man vgl. auch: Reliquie Mensch (liegend) (2000), Frankfurt am Main). Morgner beschäftigte sich mit der Kunst der Maya an den Tempeln auf Yucatán. 2000 wird die Figur Schreitender zum ersten Mal in Stahl realisiert, sie ist heute auf dem Theaterplatz in Chemnitz aufgestellt. Aufbruch und Verletzlichkeit und Vergänglichkeit, Hoffnung und Trauer im Leben des Menschen erscheinen in der Kunst Morgners als zwei Seiten derselben Medaille. (Der Kiliansplatz war früher einmal ein Friedhof.)

»Zum Thema seiner Bilder wird immer erneut der Konflikt zwischen Kunst, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählen uns von dem Kampf des Einzelnen um Freiheit wider den scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, sie zeigen uns das Leiden des Individuums angesichts des Scheiterns, aber ebenso den Menschen im Zustand des Sieges, seine Ketten hinter sich lassend. (...) Stahl ist für Morgner das Material, das seinem Ausdruckswillen entgegenkommt: die technoide Härte korrespondiert mit elementarer Monochromie. Die "natürlichen" Veränderungen je nach Witterung sind materialimmanente Metaphern für Relativität und Vergänglichkeit.«
[Galerie Stefan Röpke]

Mehr: SkulpTour Würzburg

[Foto: 7/2007 Zairon, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]















Karl Hartung (*1908 Hamburg †1967 Berlin):
Urgeäst (1950)

Bronze, 198 cm breit.
Hartung stellte das Urgeäst erstmalig 1952 auf seiner Einzelausstellung im Haus am Waldsee, Berlin, aus, später dann u.a. 1955 auf der documenta I in Kassel und 1956 auf der Biennale von Venedig. Standort: Schloss Gottorf, Schlossinsel, Schleswig. Nachlass Karl Hartung.

„Wie das Fragment eines Skelettes oder einer aus der Rinde gelösten nackten Wurzel reckt sich die Plastik kraftvoll in verschiedene Richtungen. Bereits der Titel »Urgeäst« deutet an, dass eine geschichtslos alte, seit langem erstarrte organische Materie gemeint ist, die zu einem Monument ihrer ursprünglichen vitalen Lebenskraft geworden ist: ein Denkmal der Vegetation, wie es Hartung bereits seit vielen Jahren vorschwebte.“
(Markus Krause [in seiner Monografie von 1998, S. 91])

Verpassen Sie seine großartige Retrospektive Aufbruch - Aufbrüche
in der Kunsthalle Schweinfurt nicht (noch bis 12. April 2015).

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 8/2012 Jan Petersen, KUNST @ SH. Alle Rechte vorbehalten]















Anish Kapoor (*1954 Bombay, lebt und arbeitet
seit den frühen 1970er Jahren in London):
Tall Tree and the Eye (2009)

Wer sagt, dass man für einen Weihnachtsbaum
eine Fichte oder Tanne schlagen muss?
Rostfreier Stahl, 13 × 5 × 5 m.
Standort: Guggenheim-Museum Bilbao.
Mehr: SkulpTour Bilbao


[Foto: 12/2013 xavier33300, flickr.
Lizenz: Creative Commons Namensnennung]















Gertrude Reum (*1926 Saarbrücken †2015 Buchen / Odenwald):
(Ohne Titel)

(Licht-) Bahnen, die von irgendwo kommen und sich ins Unendliche verlieren, manifestieren sich in geschwungen aufwärts strebenden Chromnickelstahlrohren. Gemeinsam ist Reums Arbeiten das bewegte und das naturhafte Moment. Aber insbesondere das Offene, das Transitorische ist ihnen einbeschrieben - man mag sie als Form gewordene Metapher für den Fluss des Lebens lesen.

Standort: hinter der Modernen Galerie / Saarland Museum, Bismarckstr. 16, Saarbrücken















Armin Göhringer (*1954 Nordrach / Schwarzwald, lebt und arbeitet
in Zell am Harmersbach / Schwarzwald): o.T. (2010)

Eiche, geschwärzt, ca. 260 cm hoch. In den Arbeiten dieser Reihe beschäftigt sich Göhringer mit der Dualität von Körper und Kopf. Ihn interessiert: wie schwer kann ein Kopf werden, um gerade noch vom Körper, bzw. von seinen Verbindungen zum Körper, getragen zu werden? Wo sind die Grenzen? Wo funktioniert es gerade noch?

Alle Arbeiten dieser Serie sind mit der Kettensäge jeweils aus einem Stamm gesägt (d.h. nicht zusammengesetzt). Schwarz gefasst, wird der Blick auf die Tektonik gelenkt, auf das Spiel von geschlossenem Volumen hier und Offenheit und Fragilität dort.


Die weiteren Kunstwerke der Open-Air-Ausstellung:
Skulpturen im Park 2014 - Kräftespiele
im Bürgerpark der Stadt Mörfelden-Walldorf,
3. August - 7. September 2014















Axel Anklam (*1971 Wriezen, lebt und arbeitet in Berlin):
Der Wagen (2004)

Standort: Landratsamt Pforzheim.
Anklam war von 2004 bis 2005 Meisterschüler von Professor
Anthony Cragg an der Universität der Künste Berlin.


Mehr Kunst in Pforzheim: SkulpTour Pforzheim




[Foto: 4/2012 ehauff / zuzuku.de, Wikimedia Commons. Lizenz:
Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]















Hans Schmidt (*1923 Leipzig, lebt seit 1984 freischaffend
in Badenhard / Hunsrück): Schriftsäule "Ich bin" (1996)

Heller Marmor, 330 x 55 x 55 cm. Standort:

Skulpturenweg zwischen Oberwesel und Urbar

Ein Schwerpunkt seines Schaffens sind für Schmidt - seit seiner Pensionierung als Professor an der Hochschule für Gestaltung Offenbach - dreidimensionale Schriften, bei der die geometrisierten Schriftzeichen plastische Formen annehmen.

Mehr: Streifzug Stelen und Zeichen















17. Skulpturen im Park - „Kräftespiele“
3. August – 7. September 2014
Bürgerpark, Mörfelden

14 Künstlerinnen und Künstler (ausgewählt aus 67 Bewerbungen) zeigen ihre Werke - open air. Von Marmor, Holz und Stahl bis hin zu Installation und Objektkunst.




[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © Daniel Stern. Alle Rechte vorbehalten]
















Franz Bernhard - in Erinnerung an einen großen Bildhauer


Einzigartige Einzelausstellung zum 80. des im letzten Jahr verstorbenen Künstlers mit 11 großformatigen Stahlskulpturen, die meisten aus den letzten Jahren. Bernhard hatte die Ausstellung noch selbst mit vorbereitet. Bis Ende Oktober, Skulpturenpark Heidelberg, im Außenbereich der Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg















Karl-Heinz Deutsch (* 1940 Karlsruhe, lebt und arbeitet in
Jockgrim/Pfalz bzw. Germersheim): Knotenpunkt (2002)

Pfälzer Buntsandstein aus dem Steinwerk Picard, Krickenbach-Schopp (bei Kaiserslautern), 600 x 180 x 180 cm. Auftrag der Stadt Germersheim. Standort: Kreisverkehr Konrad-Adenauer-Str. /
Josef-Probst-Str. / Sondernheimer Str., Germersheim.

Mehr:















Dieter Maucher (*1941 Lindau / Bodensee): Dunkle Vertiefung.

Fichte, feuergeschwärzt, 220 x 55 x 55 cm, geölt.
Fotografiert auf dem Kiesstrand bei Wasserburg / Bodensee.

Vom 10.5. bis 26.10. ausgestellt auf der

Skulptura

12. Wasserburger Skulpturenausstellung
Wasserburg am Bodensee

19 Bildhauerinnen und Bildhauer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Griechenland zeigen 77 Skulpturen aus Stein, Metall und Holz. Die sehr unterschiedlichen Kunstwerke sind in den kleinen Parkanlagen am Bodenseeufer und im Kunstbahnhof ausgestellt.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © Dieter Maucher. Alle Rechte vorbehalten]















Magdalena Jetelová (*1946 Semily/Tschechien):
Was war zuerst? (2007/2009)

Kunstharz bzw. Gießharz mit Glasfasereinlage, Stahlskelett im Inneren,
6.50 m hoch, 2.4 t schwer, z.T. mit Blattgold überzogen.
Die Urform Ei steht für das Entstehen von Leben, für den Kreislauf des Lebens schlechthin. Das Wortpaar Henne und Ei wiederum lässt an die Frage nach dem Wo-kommen-wir-her? denken. Insbesondere hier in der Naturlandschaft, vom Menschen kultiviert, vom Orkan Kyrill verwüstet, verbindet sich die Frage schnell auch mit der nach unserer Verantwortung für die Natur. Was war zuerst? Die Nachdenklichkeit oder der Gedanke?
Standort: WaldSkulpturenWeg Wittgenstein - Sauerland

[mit freundlicher Erlaubnis © 3/2013 Rainer / flickr. Alle Rechte vorbehalten]












© 1/2008 wolf


Gotisches Maßwerk, Dom, Minden (1267 - 1290)

Das Spitze trifft ins Runde mündet ins Spitze trifft ins Runde mündet ins Spitze.
Wenn das Runde für das In-sich-selbst-Ruhen steht und das Spitze für den Bezug
auf das Transzendente, dann ist beides wohl auf's Engste miteinander verbunden...
(Dem Mathematiker springt zudem die Zahlenfolge 1, 2, 4, 8, 16, ... ins Auge.)

[Foto: © 1/2008 wolf / flickr. Alle Rechte vorbehalten]












Timm Ulrichs: Baum-Krone / Baum-Säge


Timm Ulrichs (*1940 Berlin, lebt in Hannover und Berlin):
Baum-Krone / Baum-Säge (1990/2005)

Aluminium, mit Messing eloxiert, und Edelstahl. Standort: Skulpturengarten an der mittelalterlichen Stadtmauer (Frauentormauer) nahe des Neuen Museums Nürnberg. Stiftung Marianne und Hansfried Defet und Museumsinitiative - Freunde und Förderer des Neuen Museums in Nürnberg e.V. 2005.

[Mehr Skulptur in Nürnberg: SkulpTour Nürnberg]















Steine an der Grenze / Hoeweler


Steine an der Grenze

hier: Steinskulptur (1992), Granit, 400 cm hoch, von Gerard Höweler
[Foto: 5/2008 ehauff/zuzuku, Wikimedia Commons]

Helfen Sie mit, Steine an der Grenze zu retten! Der Skulpturenweg an der französisch-deutschen Grenze (Nähe ehemaliger Westwall) im Saarland ist Teil der Straße des Friedens - im Gedenken an den von den Nazis ermordeten Otto Freundlich. Über 30 Künstler aus 16 Nationen (u.a. aus der Ukraine, aus Israel, Norwegen, Irland und den USA) setzten hier ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Wenn hier gedankenlos ein Windpark - wie in Merzig beschlossen - gebaut wird, dann wird hier niemand mehr verweilen und über Frieden und Völkerverständigung nachdenken. Die Riesen werden die Skulpturen zu Spielzeugsteinen degradieren, ein Gesamtkunstwerk in seiner Wirkung und seinem Charakter zerstören. Sind wir schon Relikte unserer eigenen vergangenen Kultur? Dabei gibt es Alternativen: ich fordere den Stadtrat von Merzig auf, die Entscheidung, Windparks in Waldgebieten aus der Planung herauszunehmen, rückgängig zu machen!

Bitte nehmen Sie per E-Mail oder Brief an der Protestaktion teil!
Oder diskutieren Sie mit: Steine an der Grenze (Wikipedia).
[Mehr Infos: Skulpturen-Künstler laufen Sturm]












Paul Schneider: Sonnen-Hexen-Lerchen-Stein


Paul Schneider (*1927 Saarbrücken):
Sonnen-Hexen-Lerchen-Stein

Standort: auf einer kleinen Erhebung, mitten im Feld, am Sonnensteinwanderweg - ein Skulpturenweg mit 12 Steinskulpturen des Bildhauers Paul Schneider. Der Wanderweg führt um den Wohnort Paul Schneiders, Bietzen (Saarland), herum.

«Jede Skulptur trägt die Idee von Sonnenlicht, Dunkelheit und Kosmos in sich.
Sie bezieht sich verborgen auf unser Leben.»
[Paul Schneider]

Mehr: Streifzug Steine der Meditation












Josef Staub: King (1992)


Josef Staub (*1931 Baar / Kanton Zug  †2006 Dietikon / Kanton Zürich):
King (1992)

Chromstahl, geschweisst, 300 cm hoch. Standort: Skulpturenpark
Sammlung Dr. Hans Koenig - Eisenplastik, Zollikon (Kanton Zürich)

Staub, gelernter Maurer und Bauführer, fühlte sich künstlerisch durch Hans Arp, Constantin Brancusi und Max Bill inspiriert. Seine geometrisch-abstrakten Formen entwickeln sich maßgeblich aus der Linie und Fläche; verwunden zu Endlosschleifen scheinen die Plastiken aus geschliffenem und poliertem Stahlblech im Raum zu schweben.















Werner Pokorny: Turm II (2012)

Corten, 635 x 200 x 200 cm, 2 t schwer.
Standort: Universität Frankfurt am Main, Campus Riedberg

Mitten auf einer Freifläche zwischen Institutsgebäuden der Universität stehend, hat es selbst ein monumentales Werk wie dieses nicht leicht, sich zu behaupten. Auf spielerische Art, in der die drei Kuben, der Zylinder und das Haus aufeinander gesetzt scheinen, vermag die Skulptur jedoch die Atmosphäre zwischen den sterilen Fassaden und rechtwinklig ausgerichteten baulichen Kuben im Umfeld merklich aufzulockern. Ist das Kunstwerk gar als ironischer Kommentar zur Architektur der Campus-Gebäude, die sich in ihrer Individualität gegenseitig zu übertrumpfen versuchen scheinen, zu verstehen? Dem Uni-Campus schenkt Pokornys 'Turm' jedenfalls eine Mitte, der Kunst am Campus gar ein Herzstück. Möge sich das Selbstverständnis der Wissenschaft am Standort in der aufreckenden Geste spiegeln!
[Ausführliche Dokumentation der Aufstellungsgeschichte
in Wort und Bild, von Erhard Metz]















Jean Tinguely (*1925 Freiburg im Üechtland (CH) †1991 Bern):
Heureka (1963/64)

220-V-Motoren, Getriebe, Eisenstangen, Stahl- und Holzräder, Metallröhren, Metallpfanne, 6.6 m hoch, Gewicht ca. 10 t. Tinguely baute diesen Koloss für die Expo 1964 in Lausanne. Der Kunstsammler Walter A. Bechtler aus Zürich kaufte die Eureka (griech. für "Ich hab's gefunden") und schenkte sie der Stadt Zürich. Doch wollte niemand den kreischenden und rostenden "Schrott" vor der Haustüre haben: 15 andere Standorte, die der Stadtpräsident schon vorgeschlagen hatte, stießen auf schärfsten Widerstand. Am Zürichhorn, Zürich-Seefeld, konnte die Stadt das Kunstwerk 1967 schließlich aufstellen - aber nur mit dem ausdrücklichen Versprechen, es handele sich um ein Provisorium. Als dann einige Jahre später die "Heureka" ihren endgültigen Platz auf dem Hönggerberg finden sollte, da wollten die Riesbacher "ihre" Heureka nicht mehr hergeben. 1987 nahm die Heureka an der Weltausstellung in Brisbane teil.
[Mehr: in der SkulpTour Zürich]

»Die verrosteten und verbeulten Teile montierte der Künstler extra so, dass die Bewegungen chaotisch und verrückt wirken. Auch das Klimpern und Knattern ist Absicht. Wegen der hektischen Bewegungen scheint die Eureka sehr eifrig und fleissig – dabei erreicht sie gar nichts. Sie tut immer dasselbe und produziert nichts ausser Lärm.«
[Maya Burtscher in: Das Ballet aus Schrott, Kunstlupe Zürich]

»Zum ersten Mal kamen den Schweizern
Zweifel an Fortschritt und Kapitalismus auf.«
[Jean Tinguely]

[Foto: 5/2010 Roland zh, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0
]















Will Brüll (*1922 Viersen, lebt in Meerbusch): Großer Raumwirbel (1966)

Edelstahl, 600 cm hoch. Standort: Kreisverkehr Willicher Straße / Osterather Mühle, Meerbusch- Osterath. Brülls markante Skulptur hat im Kreisverkehr einen idealen Platz. Sie steht leicht erhöht, so dass sich die Wirbel um die vier schmalen Achsen ungestört entfalten können. Leicht und schwerelos, wie vom Wind empor getragene Blätter, schwingen sich die Edelstahlelemente in die Höhe und in den Raum. Trotz ihres Gewichts vermittelt die zentnerschwere Plastik den Eindruck von Eleganz und Leichtigkeit. Brüll wurde in sehr jungen Jahren Flieger im Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse dieser Zeit prägten ihn nachhaltig. Sie klingen in seinen raumgreifenden, silbern glänzenden Edelstahlskulpturen nach. Seit 1955 lebt und arbeitet der Bildhauer in der Osterather Windmühle. Er ließ sie restaurieren und legte dort einen Skulpturenpark an. Als 2004 direkt an der Mühle der Kreisverkehr angelegt wurde, stellte Brüll dafür den „Großen Raumwirbel" zur Verfügung. Eine weitere Ausführung dieser Großplastik steht in Washington D. C., USA.

[Bild und Text: mit freundlicher Erlaubnis © 2012 Margot Klütsch. Alle Rechte vorbehalten]















Reinhard Buxel: 2 von 5 Skulpturen der Reihe, 2009 - 10

Sandstein. Vordergrund: 1.2 x 1.6 x 1.3 m, Hintergrund: 0.75 x 2.0 x 1.65 m.
Von Außen her betrachtet, erinnern Buxels Skulpturen an prähistorische, kultische Steinformationen. Erst der zweite Blick offenbart das rationale Moment: stets sind sie aus Steinblöcken zusammengefügt. Buxel wählt dazu einzelne, vorgefundene Steine aus und bearbeitet sie in wenigen, klaren Schnitten so, dass sich später alle Steine passgenau zu der vom Bildhauer konzipierten Skulptur zusammenfügen.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 1/2010 Reinhard Buxel. Alle Rechte vorbehalten]




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Dr. Emden-Weinert created: 2008/5/25, last changed: 2019/11/09