Fritz Koenig (*1924 Würzburg †2017 Ganslberg bei Landshut):

Hl. Martin und der Bettler (2014)

»Es geht mir um bildnerische Formulierungen,
die unter Belastungen oder Entlastungen wie
Angst, Freude, Liebe, Schmerz und Trauer zustande kommen
und im Erwecken von Mitgefühl ihre Lebensfähigkeit zeigen.«
[Fritz Koenig]

»Sie [seine Epitaphe, Anm.] gehören zum Zartesten,
Anrührendsten und Erschütterndsten,
was ich an zeitgenössischer Bildhauerei kenne.«
[Reiner Kunze]

In Erinnerung an den am 22. Februar verstorbenen Meister
der abstrahierenden Plastik. In seinem Anliegen aktueller denn je...

Eisen. Standort: Taufkapelle der Stiftsbasilika St. Martin,
Landshut. Stiftung des Künstlers.

[Foto: 6/2015 Peter Litvai, Wikimedia Commons.
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation]



















Mathias Schweikle (*1962; lebt und arbeitet in Pfalzgrafenweiler):
Baumwelten (2016)

Linde, wegen Windbruchgefahr gefällt, Bienenwachs, farbig gefasst, 4.20 m hoch.
Der überdimensionale Lippenstift im Stamm der Linde kommt mit integriertem Bienenstock daher: vorn ist das Flugloch zu erkennen. Mathias Schweikle ist Hobbyimker; mit dieser Skulptur setzt er ein Zeichen gegen das Bienensterben und erinnert uns, die Schönheit der Natur zu achten und zu bewahren.
Standort: an der B28 bei Pfalzgrafenweiler.

»Ich glaube die Menschen sind sich gar nicht bewusst,
was mit uns passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt.
Stirbt die Biene, stirbt der Mensch.
Bienen produzieren zudem auch Wachs.
Aus Bienenwachse wurden schon im alten Ägypten
Naturkosmetika hergestellt.«
[Mathias Schweikle]

Die meisten Pflanzen und ein Drittel unserer Nahrung ist auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Der ökonomische Nutzen der Bestäubung wird auf 265 Milliarden € pro Jahr beziffert. Die Bienen sind aber in ihrer Existenz nicht nur durch die Varroamilbe und Viren bedroht. Es besteht der Verdacht, dass Giftrückstände an Rapspollen - der wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen im Spätfrühling - aus den immer aggressiveren Insektiziden der konventionellen Landwirtschaft zu chronischen Vergiftungen führen und die Immunabwehr der Tiere schwächen. Das Pestizid Aktions Netzwerk e.V. (PAN Germany) hatte die Hersteller von vier umstrittenen Mitteln - Syngenta, Bayer und BASF - deshalb 2014 für den Public Eye Award nominiert. Es geht um ein Milliardengeschäft. BASF, Bayer Cropscience und Syngenta haben die EU verklagt, um das von der EU-Kommission ab Dezember 2013 verhängte Verbot einiger Pestizide zu kippen. Am Mittwoch, 15. Februar 2017, beginnt das Verfahren am Europäischen Gerichtshof. Mehr: [Auf Kosten der Bienen, Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 2017]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 1/2017 Mathias Schweikle]























HD Schrader (*1945 Bad Klosterlausnitz/Thüringen, lebt und
arbeitet in Hamburg und Osterhever/Schleswig-Holstein):

Woodwatcher (2014)

Eisen, rot bemalt, je 800 × 135 × 135 cm.
Standort: Teil des Kunstwegs SkulpToura - Kunst in der Natur
zwischem Museum Ritter und Museum Waldenbuch, Landkreis Böblingen.

»Als Artefakte der zweiten Natur sind sie Mahnmale
zum Schutz der ersten Natur, sind deren Wächter, deren Ranger.
Eine Steigerung dieses Kunstprinzips erlangt
virtuelle Gestalt in meinen Animationsfilmen
[HD Schrader]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis des Künstlers © Andreas Sporn]























Markus Schmitt (*1974 Alzenau, lebt und arbeitet in Mömbris):
Kabelbäume (2008)

Baumstämme, Eisen, Farbe, 290 x 100 x 90 cm.

Exponat der Skulpturen im Park 2016.
Die 19. jährliche Freiluftausstellung in Mörfelden-Walldorf fand statt vom 7.8. bis 11.9. 2016 in Zusammenarbeit mit dem Galeristenverband Hessen und Rheinland Pfalz. Schirmherrschaft: Prof. Ottmar Hörl, Präsident der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg.


















Hans Uhlmann (*1900 Berlin †1975 ebda.):
Ohne Titel (1960/61)

Chrom-Nickel-Stahl, schwarz getönt, 20 x 8.50 m.
Standort: Deutsche Oper Berlin.
Auftrag: Land Berlin

»Ich arbeite an einer ,räumlichen Plastik‘,
die mehr ist als nur eine 3-dimensionale,
und bei der die Materie überwunden scheint.«
[Hans Uhlmann]

Aufgabe war, die riesige, 64 m lange Kieselstein-Fassade der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg zu gestalten. Uhlmann setzt azentrisch ein Zeichen, das die Fassade beherrscht und energetisiert. Über die pfeilartig in den Himmel schießende Spitze verbindet sich die Skulptur mit dem Kosmos. Die 8.50 m breiten Flügel "enthalten die Idee des Auffliegens und das Zeichenbild des Vogels" [Werner Haftmann]. Sie können auch als kraftvolle Entfaltung in der Waagerechten gelesen werden. In der Zeit des Kalten Krieges (Sputnik-Schock 1957) entstanden, ist die Form sicherlich auch als Freiheitszeichen gemeint.

Siehe auch:
Die Welt des Hans Uhlmann

[Foto: 2/2009 Andreas Praefcke, Wikimedia Commons.
Lizenz: Creative Commons Namensnennung]















Jaume Plensa (*1955 Barcelona, lebt und arbeitet ebd.):
Body of Knowledge (2010)

Weiß lackierter Edelstahl, ca. 8 m hoch, nachts von innen illuminiert. Standort: Plaza am Hörsaalzentrum, Campus Westend der Goethe-Universität, Frankfurt am Main.
Leitmotiv für Plensas Arbeiten ist ein Satz von William Blake: „Ein Gedanke füllt die Unendlichkeit.“ Body of Knowledge zählt zu einer Reihe von Arbeiten, die Plensa als „Gefäße für die Seele” bezeichnet. Zusammengesetzt aus Hunderten von Schriftzeichen aus acht verschiedenen Alphabeten, spielt die Arbeit an auf die Bedeutung von Literatur und Wissenschaft für die geistige Entwicklung des Menschen, ja, auf die Bedeutung von Offenheit im Denken für die Entwicklung der Menschheit insgesamt. Gestiftet durch die Unternehmerin und Ehrensenatorin der Goethe-Universität Johanna Quandt, Bad Homburg.

»Unser Körper ist der Sitz des Geistes. Die Universität ist eine Ausweitung unseres Körpers. Ein Versammlungsort, an dem sich Menschen und Ideen, Tradition und Zukunft zu Zwiegesprächen treffen und das Netz menschlichen Wissens weben.«
[Jaume Plensa]

»Dabei sind nirgends ganze Worte erkennbar oder intendiert,
doch die Gemeinsamkeit der Menschheitserfahrung
jenseits von Unterschieden des Geschlechts, der Rasse
oder des Glaubens wird unmittelbar deutlich.«
[Christian Scheffel, Galerie Scheffel, Bad Homburg]

Siehe auch:
Streifzug Figurative Abstraktion - abstrakte Figuration















Friederich Werthmann (*1927 Barmen, lebt und arbeitet in Düsseldorf):
Kugelbrunnen (1960)

Edelstahl, Waschbeton.
Standort: Martin-Luther-Platz, Düsseldorf.

Seit 1960 experimentiert Werthmann mit durchbrochenen Kugelformen. Kleinere Skulpturen tragen Bezeichnungen wie "Ballung", "Entelechie", "Kreisende Wiederkehr" und "Vierte Sphäre". Der Kugelbrunnen lässt durch zahlreiche Öffnungen die Umgebung sichtbar und macht Dreidimensionalität erfahrbar. Die dynamisch strukturierte Außenhaut des Objekts wirkt wie die Umsetzung informeller Malerei in den Raum.

Siehe auch:
Streifzug Plastik des Informel
Streifzug Kreis und Kugel

[Foto und Text: mit freundlicher Erlaubnis © 2012 Dr. Margot Klütsch.
Alle Rechte vorbehalten]















Tony Cragg (*1949 Liverpool, lebt und arbeitet in Wuppertal):
Minster (1998)

Zweiteilig, verschiedene Metalle, 730 x 114 cm und 666 x 132 cm.
Standort: Congress Centrum, Ulm.
Für diese Skulptur trug Cragg ausgemusterte Teile von Industriemaschinen
zusammen und stapelte sie sorgsam sortiert übereinander.

Siehe auch: Streifzug Der Turm in der modernen Skulptur

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 3/2008 Marco Marsella, panoramio. Alle Rechte vorbehalten]















Georg Vorhauer (*1903 Paris †1987 Neustadt an der Weinstraße):
Entfaltung (ca. 1974)

Betonguss, ca. 250 cm hoch.
Standort: Hauptverwaltung Heidelberger Zement AG,
Berliner Straße, Heidelberg

Vorhauer, gelernter Schreiner und ursprünglich Maler, fand erst in den 1950er Jahren zur Bildhauerei. Er arbeitete vorwiegend mit Beton und Aluminium, dabei bestimmen organische, "wachsende" Formen sein Werk. Vorhauer erhielt 1975 für sein Gesamtwerk das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1984 die Picasso-Medaille.

Mehr biomorphe Abstraktionen: im Streifzug Inspiriert durch die Natur















Claus Bury: Wir sitzen alle in einem Boot (1996)

Für seine Heimatstadt Gelnhausen konzipierte Bury die etwa etwa 280 t schwere und 10 m hohe, architektonische Skulptur Wir sitzen alle in einem Boot; anlässlich des Hessentages 1996 wurde sie aufgestellt. Das Kunstwerk nahm Bezug auf die Kaiserpfalz Gelnhausen, die auf vielen tausend Baumstämmen errichtet wurde. Zudem verarbeitete Bury ausschließlich Holz, das durch Windbruch oder Umweltschäden zur Verfügung stand. Dies kann als Hinweis auf die Umweltzerstörung weltweit durch den modernen Menschen und die daraus resultierende prekäre Situation vieler Menschen interpretiert werden. Die Holzstämme werden - stellvertretend für die begrenzten Rohstoffe unseres Planeten - als wertvolle Ressource präsentiert. Der labil erscheinende Stand der Skulptur unterstreicht die mahnende Interpretation:
der Schatz droht, ausgekippt zu werden.

Im Februar 2010 wurde die Skulptur aus witterungstechnischen Gründen abgebaut, obwohl der Künstler den Verfall des Kunstwerks vor Ort vorgesehen hatte. Gelder, die Bürger zur Rettung des Kunstwerks gesammelt hatten, hatten für eine Instandsetzung nicht ausgereicht. Mehr: [An der Kinzig: Burgmühle, Wehr und „Wir sitzen alle in einem Boot“-Skulptur, von Gudrun Kauck]

Das Historisches Museum Hanau, im Schloss Philippsruhe, zeigt noch bis zum 3. Juli 2016 die Retrospektive Claus Bury – Meine Sicht. Die Ausstellung spannt einen Bogen von Fotoaufnahmen und Malerbüchern, die auf seinen zahlreichen Reisen zu Ikonen der frühen Architekturgeschichte, Ruinen und Tempelanlagen, entstanden (unter anderem: Griechenland, Ägypten, Mittelamerika) und die ihm zur Inspiration dienen, hin zu seinen monumentalen architektonischen Skulpturen und Installationen im landschaftlichen und im urbanen Raum. Siehe auch: [Skulpturenpark im Schlosspark Philippsruhe]

[Foto: Jens Reimann, Wikipedia]

















Marina Schreiber (*1958 Hannover, lebt und arbeitet
in Berlin und Betzin):   MS559 (2007)

Elektrische Widerstände und Schaltlitze, 46 x 45 x 43 cm.
Aus der Serie Tiefsee-Organismen.



Mehr biomorphe Abstraktionen: im Streifzug Inspiriert durch die Natur

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin © Marina Schreiber. Alle Rechte vorbehalten]

















Jorge Oteiza (*1908 †2003):
Construcción vacía con cuatro unidades planas negativo-positivo (1957)

Corten-Stahl, 6 m hoch.
Standort: Paseo Nuevo, Altstadt, San Sebastián (baskisch Donostia).
Eigentum: Stadt San Sebastián, 2002 aufgestellt.

Der Baske Jorge Oteiza - wohl einer der bedeutendsten Bildhauer Spaniens - schuf in den 1950er Jahren in einer Art Dematerialisierungsprozess Skulpturen, in denen die Masse immer mehr dem reinen Raum und bloßer Energie weichen sollte.

San Sebastián ist Kulturhauptstadt Europas 2016. Auch auf dem Gebiet der modernen Skulptur hat San Sebastián einiges zu bieten, man vergleiche etwa la otra mirada - Esculturas en San Sebstián (San Sebastián Turismo).

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 6/2009 Daniel Aguilar Lopez, flickr. Alle Rechte vorbehalten]















Sabine Mädl (*1964 Nürnberg, lebt in Ursensollen):
Der große Knoten (2007)

Edelstahlrohr, 33.7 mm Durchmesser, geschweißt, 510 cm hoch.
Insgesamt wurden ca. 2100 m Stahlrohr verarbeitet.
Standort: Kreisverkehr an der RH 1 Ecke Rother Straße, Rednitzhembach.
Auftrag der Gemeinde Rednitzhembach, aufgestellt 2007.
Ausführung: Sabine Mädl und Verena Reimann.

»Aus verschiedenen Richtungen streben Kräfte zusammen, fließen in einander, beschreiben eine kreisförmige Bewegung und verlassen das Zentrum wieder in verschiedene Richtungen. Die gebündelten Stahlrohre bilden dieses Zusammenfließen vieler einzelner Linien ideal ab. Die Kräfte bleiben während des Prozesses im Fluss, alles bewegt sich kontinuierlich weiter. Es kommt zu keinem Stillstand, zu keiner Stockung. Aus diesem typischen Prozess des Kreisverkehrs ergibt sich das Gesamtwerk des "Großen Knotens".«
[Sabine Mädl]

Mehr: [Kunstweg Rednitzhembach - Frankens große Open-Air-Galerie] [Zeitungsartikel]

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2008 Artur Lutz, panoramio. Alle Rechte vorbehalten]















Beate Schroedl-Baurmeister (lebt und arbeitet in Wuppertal):
Gräser (2006)

Edelstahl, 520 x 220 x 110 cm.
Während einer Ausstellung im Park
der Stiftung Schloss Dyck, Jüchen.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 2007 Dr. Ulrich Baurmeister. Alle Rechte vorbehalten.
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin]















Andreu Alfaro (*1929 Valencia †2012 ebd.):
(Titel und Jahr hier nicht bekannt)

Edelstahl.
Standort: Avinguda Ultramar, Cala Blanca,
Xàbia (Region Valencia).

Mehr: Die Welt des Andreu Alfaro

[Foto: 12/2013 Joanbanjo, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
]















Josef Neuhaus (*1923 Essen †1999 Neuss):
Ohne Titel (1997)

Edelstahl, 540 x 140 x 140 cm.
Standort: Erftbrücke, Bonner Straße, Neuss,
am Radweg Insel Hombroich - Erftmündung.

Mehr: SkulpTour Neuss















max bill (*1908 winterthur †1994 berlin):
zwölfteiliger dreierrhythmus (1984-85)

zwei bildsäulen, stahl, 14 m hoch, 50 cm durchmesser.
standort: westlich und östlich des bauhausarchivs berlin

mehr:

[foto: mit freundlicher erlaubnis © 10/2014 Annette Liese / annette-liese-design.de,
flickr. alle rechte vorbehalten]















Michael Morgner (*1942 Chemnitz, lebt in Einsiedel bei Chemnitz):
Auferstehender und Fallender (2003)

Eisen, 450 cm hoch.
Standort: Kiliansplatz am St. Kiliansdom zu Würzburg. Aufgestellt im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Platzes. Eigentum: Diözöse Würzburg. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sich Positiv- und Negativ-Form nicht exakt entsprechen. Nichtsdestotrotz sind beide aus einem Stahlblech entstanden.

Morgner, Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden und der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, ist ein sehr vielseitiger Künstler. Lange hat er sich mit dem Bild des Menschen beschäftigt insbesondere mit dem Motiv "Ecce homo". Ein Großteil seiner Arbeiten seit Ende der 1970er Jahre ist der Druckgrafik und Zeichnung zuzurechnen. 1990 bietet Morgner der Bürgerrechtsvereinigung „Neues Forum“ die Figuration des Schreitenden als Signet an, die jedoch abgelehnt wird. 1993 entstehen die ersten Stahlplastiken und der sechsteiliger Bildzyklus Kalvarienberg, 1996 die erste Großplastik aus Stahl zum Thema Reliquie Mensch, die von der Schmidt-Bank in Chemnitz erworben und aufgestellt wird (man vgl. auch: Reliquie Mensch (liegend) (2000), Frankfurt am Main). Morgner beschäftigte sich mit der Kunst der Maya an den Tempeln auf Yucatán. 2000 wird die Figur Schreitender zum ersten Mal in Stahl realisiert, sie ist heute auf dem Theaterplatz in Chemnitz aufgestellt. Aufbruch und Verletzlichkeit und Vergänglichkeit, Hoffnung und Trauer im Leben des Menschen erscheinen in der Kunst Morgners als zwei Seiten derselben Medaille. (Der Kiliansplatz war früher einmal ein Friedhof.)

»Zum Thema seiner Bilder wird immer erneut der Konflikt zwischen Kunst, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählen uns von dem Kampf des Einzelnen um Freiheit wider den scheinbar unüberwindbaren Hindernissen, sie zeigen uns das Leiden des Individuums angesichts des Scheiterns, aber ebenso den Menschen im Zustand des Sieges, seine Ketten hinter sich lassend. (...) Stahl ist für Morgner das Material, das seinem Ausdruckswillen entgegenkommt: die technoide Härte korrespondiert mit elementarer Monochromie. Die "natürlichen" Veränderungen je nach Witterung sind materialimmanente Metaphern für Relativität und Vergänglichkeit.«
[Galerie Stefan Röpke]

Mehr: SkulpTour Würzburg

[Foto: 7/2007 Zairon, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]















Karl Hartung (*1908 Hamburg †1967 Berlin):
Urgeäst (1950)

Bronze, 198 cm breit.
Hartung stellte das Urgeäst erstmalig 1952 auf seiner Einzelausstellung im Haus am Waldsee, Berlin, aus, später dann u.a. 1955 auf der documenta I in Kassel und 1956 auf der Biennale von Venedig. Standort: Schloss Gottorf, Schlossinsel, Schleswig. Nachlass Karl Hartung.

„Wie das Fragment eines Skelettes oder einer aus der Rinde gelösten nackten Wurzel reckt sich die Plastik kraftvoll in verschiedene Richtungen. Bereits der Titel »Urgeäst« deutet an, dass eine geschichtslos alte, seit langem erstarrte organische Materie gemeint ist, die zu einem Monument ihrer ursprünglichen vitalen Lebenskraft geworden ist: ein Denkmal der Vegetation, wie es Hartung bereits seit vielen Jahren vorschwebte.“
(Markus Krause [in seiner Monografie von 1998, S. 91])

Verpassen Sie seine großartige Retrospektive Aufbruch - Aufbrüche
in der Kunsthalle Schweinfurt nicht (noch bis 12. April 2015).

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 8/2012 Jan Petersen, KUNST @ SH. Alle Rechte vorbehalten]















Anish Kapoor (*1954 Bombay, lebt und arbeitet
seit den frühen 1970er Jahren in London):
Tall Tree and the Eye (2009)

Wer sagt, dass man für einen Weihnachtsbaum
eine Fichte oder Tanne schlagen muss?
Rostfreier Stahl, 13 × 5 × 5 m.
Standort: Guggenheim-Museum Bilbao.
Mehr: SkulpTour Bilbao


[Foto: 12/2013 xavier33300, flickr.
Lizenz: Creative Commons Namensnennung]















Gertrude Reum (*1926 Saarbrücken, lebt in Buchen / Odenwald):
(Ohne Titel)

(Licht-) Bahnen, die von irgendwo kommen und sich ins Unendliche verlieren, manifestieren sich in geschwungen aufwärts strebenden Chromnickelstahlrohren. Gemeinsam ist Reums Arbeiten das bewegte und das naturhafte Moment. Aber insbesondere das Offene, das Transitorische ist ihnen einbeschrieben - man mag sie als Form gewordene Metapher für den Fluss des Lebens lesen.

Standort: hinter der Modernen Galerie / Saarland Museum, Bismarckstr. 16, Saarbrücken















Armin Göhringer (*1954 Nordrach / Schwarzwald, lebt und arbeitet
in Zell am Harmersbach / Schwarzwald): o.T. (2010)

Eiche, geschwärzt, ca. 260 cm hoch. In den Arbeiten dieser Reihe beschäftigt sich Göhringer mit der Dualität von Körper und Kopf. Ihn interessiert: wie schwer kann ein Kopf werden, um gerade noch vom Körper, bzw. von seinen Verbindungen zum Körper, getragen zu werden? Wo sind die Grenzen? Wo funktioniert es gerade noch?

Alle Arbeiten dieser Serie sind mit der Kettensäge jeweils aus einem Stamm gesägt (d.h. nicht zusammengesetzt). Schwarz gefasst, wird der Blick auf die Tektonik gelenkt, auf das Spiel von geschlossenem Volumen hier und Offenheit und Fragilität dort.


Die weiteren Kunstwerke der Open-Air-Ausstellung:
Skulpturen im Park 2014 - Kräftespiele
im Bürgerpark der Stadt Mörfelden-Walldorf,
3. August - 7. September 2014















Axel Anklam (*1971 Wriezen, lebt und arbeitet in Berlin):
Der Wagen (2004)

Standort: Landratsamt Pforzheim.
Anklam war von 2004 bis 2005 Meisterschüler von Professor
Anthony Cragg an der Universität der Künste Berlin.


Mehr Kunst in Pforzheim: SkulpTour Pforzheim




[Foto: 4/2012 ehauff / zuzuku.de, Wikimedia Commons. Lizenz:
Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]















Hans Schmidt (*1923 Leipzig, lebt seit 1984 freischaffend
in Badenhard / Hunsrück): Schriftsäule "Ich bin" (1996)

Heller Marmor, 330 x 55 x 55 cm. Standort:

Skulpturenweg zwischen Oberwesel und Urbar

Ein Schwerpunkt seines Schaffens sind für Schmidt - seit seiner Pensionierung als Professor an der Hochschule für Gestaltung Offenbach - dreidimensionale Schriften, bei der die geometrisierten Schriftzeichen plastische Formen annehmen.

Mehr: Streifzug Stelen und Zeichen















17. Skulpturen im Park - „Kräftespiele“
3. August – 7. September 2014
Bürgerpark, Mörfelden

14 Künstlerinnen und Künstler (ausgewählt aus 67 Bewerbungen) zeigen ihre Werke - open air. Von Marmor, Holz und Stahl bis hin zu Installation und Objektkunst.




[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © Daniel Stern. Alle Rechte vorbehalten]
















Franz Bernhard - in Erinnerung an einen großen Bildhauer


Einzigartige Einzelausstellung zum 80. des im letzten Jahr verstorbenen Künstlers mit 11 großformatigen Stahlskulpturen, die meisten aus den letzten Jahren. Bernhard hatte die Ausstellung noch selbst mit vorbereitet. Bis Ende Oktober, Skulpturenpark Heidelberg, im Außenbereich der Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg















Karl-Heinz Deutsch (* 1940 Karlsruhe, lebt und arbeitet in
Jockgrim/Pfalz bzw. Germersheim): Knotenpunkt (2002)

Pfälzer Buntsandstein aus dem Steinwerk Picard, Krickenbach-Schopp (bei Kaiserslautern), 600 x 180 x 180 cm. Auftrag der Stadt Germersheim. Standort: Kreisverkehr Konrad-Adenauer-Str. /
Josef-Probst-Str. / Sondernheimer Str., Germersheim.

Mehr:















Dieter Maucher (*1941 Lindau / Bodensee): Dunkle Vertiefung.

Fichte, feuergeschwärzt, 220 x 55 x 55 cm, geölt.
Fotografiert auf dem Kiesstrand bei Wasserburg / Bodensee.

Vom 10.5. bis 26.10. ausgestellt auf der

Skulptura

12. Wasserburger Skulpturenausstellung
Wasserburg am Bodensee

19 Bildhauerinnen und Bildhauer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Griechenland zeigen 77 Skulpturen aus Stein, Metall und Holz. Die sehr unterschiedlichen Kunstwerke sind in den kleinen Parkanlagen am Bodenseeufer und im Kunstbahnhof ausgestellt.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © Dieter Maucher. Alle Rechte vorbehalten]















Magdalena Jetelová (*1946 Semily/Tschechien):
Was war zuerst? (2007/2009)

Kunstharz bzw. Gießharz mit Glasfasereinlage, Stahlskelett im Inneren,
6.50 m hoch, 2.4 t schwer, z.T. mit Blattgold überzogen.
Die Urform Ei steht für das Entstehen von Leben, für den Kreislauf des Lebens schlechthin. Das Wortpaar Henne und Ei wiederum lässt an die Frage nach dem Wo-kommen-wir-her? denken. Insbesondere hier in der Naturlandschaft, vom Menschen kultiviert, vom Orkan Kyrill verwüstet, verbindet sich die Frage schnell auch mit der nach unserer Verantwortung für die Natur. Was war zuerst? Die Nachdenklichkeit oder der Gedanke?
Standort: WaldSkulpturenWeg Wittgenstein - Sauerland

[mit freundlicher Erlaubnis © 3/2013 Rainer / flickr. Alle Rechte vorbehalten]












© 1/2008 wolf


Gotisches Maßwerk, Dom, Minden (1267 - 1290)

Das Spitze trifft ins Runde mündet ins Spitze trifft ins Runde mündet ins Spitze.
Wenn das Runde für das In-sich-selbst-Ruhen steht und das Spitze für den Bezug
auf das Transzendente, dann ist beides wohl auf's Engste miteinander verbunden...
(Dem Mathematiker springt zudem die Zahlenfolge 1, 2, 4, 8, 16, ... ins Auge.)

[Foto: © 1/2008 wolf / flickr. Alle Rechte vorbehalten]












Timm Ulrichs: Baum-Krone / Baum-Säge


Timm Ulrichs (*1940 Berlin, lebt in Hannover und Berlin):
Baum-Krone / Baum-Säge (1990/2005)

Aluminium, mit Messing eloxiert, und Edelstahl. Standort: Skulpturengarten an der mittelalterlichen Stadtmauer (Frauentormauer) nahe des Neuen Museums Nürnberg. Stiftung Marianne und Hansfried Defet und Museumsinitiative - Freunde und Förderer des Neuen Museums in Nürnberg e.V. 2005.

[Mehr Skulptur in Nürnberg: SkulpTour Nürnberg]















Steine an der Grenze / Hoeweler


Steine an der Grenze

hier: Steinskulptur (1992), Granit, 400 cm hoch, von Gerard Höweler
[Foto: 5/2008 ehauff/zuzuku, Wikimedia Commons]

Helfen Sie mit, Steine an der Grenze zu retten! Der Skulpturenweg an der französisch-deutschen Grenze (Nähe ehemaliger Westwall) im Saarland ist Teil der Straße des Friedens - im Gedenken an den von den Nazis ermordeten Otto Freundlich. Über 30 Künstler aus 16 Nationen (u.a. aus der Ukraine, aus Israel, Norwegen, Irland und den USA) setzten hier ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Wenn hier gedankenlos ein Windpark - wie in Merzig beschlossen - gebaut wird, dann wird hier niemand mehr verweilen und über Frieden und Völkerverständigung nachdenken. Die Riesen werden die Skulpturen zu Spielzeugsteinen degradieren, ein Gesamtkunstwerk in seiner Wirkung und seinem Charakter zerstören. Sind wir schon Relikte unserer eigenen vergangenen Kultur? Dabei gibt es Alternativen: ich fordere den Stadtrat von Merzig auf, die Entscheidung, Windparks in Waldgebieten aus der Planung herauszunehmen, rückgängig zu machen!

Bitte nehmen Sie per E-Mail oder Brief an der Protestaktion teil!
Oder diskutieren Sie mit: Steine an der Grenze (Wikipedia).
[Mehr Infos: Skulpturen-Künstler laufen Sturm]












Paul Schneider: Sonnen-Hexen-Lerchen-Stein


Paul Schneider (*1927 Saarbrücken):
Sonnen-Hexen-Lerchen-Stein

Standort: auf einer kleinen Erhebung, mitten im Feld, am Sonnensteinwanderweg - ein Skulpturenweg mit 12 Steinskulpturen des Bildhauers Paul Schneider. Der Wanderweg führt um den Wohnort Paul Schneiders, Bietzen (Saarland), herum.

«Jede Skulptur trägt die Idee von Sonnenlicht, Dunkelheit und Kosmos in sich.
Sie bezieht sich verborgen auf unser Leben.»
[Paul Schneider]

Mehr: Streifzug Steine der Meditation












Josef Staub: King (1992)


Josef Staub (*1931 Baar / Kanton Zug  †2006 Dietikon / Kanton Zürich):
King (1992)

Chromstahl, geschweisst, 300 cm hoch. Standort: Skulpturenpark
Sammlung Dr. Hans Koenig - Eisenplastik, Zollikon (Kanton Zürich)

Staub, gelernter Maurer und Bauführer, fühlte sich künstlerisch durch Hans Arp, Constantin Brancusi und Max Bill inspiriert. Seine geometrisch-abstrakten Formen entwickeln sich maßgeblich aus der Linie und Fläche; verwunden zu Endlosschleifen scheinen die Plastiken aus geschliffenem und poliertem Stahlblech im Raum zu schweben.















Werner Pokorny: Turm II (2012)

Corten, 635 x 200 x 200 cm, 2 t schwer.
Standort: Universität Frankfurt am Main, Campus Riedberg

Mitten auf einer Freifläche zwischen Institutsgebäuden der Universität stehend, hat es selbst ein monumentales Werk wie dieses nicht leicht, sich zu behaupten. Auf spielerische Art, in der die drei Kuben, der Zylinder und das Haus aufeinander gesetzt scheinen, vermag die Skulptur jedoch die Atmosphäre zwischen den sterilen Fassaden und rechtwinklig ausgerichteten baulichen Kuben im Umfeld merklich aufzulockern. Ist das Kunstwerk gar als ironischer Kommentar zur Architektur der Campus-Gebäude, die sich in ihrer Individualität gegenseitig zu übertrumpfen versuchen scheinen, zu verstehen? Dem Uni-Campus schenkt Pokornys 'Turm' jedenfalls eine Mitte, der Kunst am Campus gar ein Herzstück. Möge sich das Selbstverständnis der Wissenschaft am Standort in der aufreckenden Geste spiegeln!
[Ausführliche Dokumentation der Aufstellungsgeschichte
in Wort und Bild, von Erhard Metz]















Jean Tinguely (*1925 Freiburg im Üechtland (CH) †1991 Bern):
Heureka (1963/64)

220-V-Motoren, Getriebe, Eisenstangen, Stahl- und Holzräder, Metallröhren, Metallpfanne, 6.6 m hoch, Gewicht ca. 10 t. Tinguely baute diesen Koloss für die Expo 1964 in Lausanne. Der Kunstsammler Walter A. Bechtler aus Zürich kaufte die Eureka (griech. für "Ich hab's gefunden") und schenkte sie der Stadt Zürich. Doch wollte niemand den kreischenden und rostenden "Schrott" vor der Haustüre haben: 15 andere Standorte, die der Stadtpräsident schon vorgeschlagen hatte, stießen auf schärfsten Widerstand. Am Zürichhorn, Zürich-Seefeld, konnte die Stadt das Kunstwerk 1967 schließlich aufstellen - aber nur mit dem ausdrücklichen Versprechen, es handele sich um ein Provisorium. Als dann einige Jahre später die "Heureka" ihren endgültigen Platz auf dem Hönggerberg finden sollte, da wollten die Riesbacher "ihre" Heureka nicht mehr hergeben. 1987 nahm die Heureka an der Weltausstellung in Brisbane teil.
[Mehr: in der SkulpTour Zürich]

»Die verrosteten und verbeulten Teile montierte der Künstler extra so, dass die Bewegungen chaotisch und verrückt wirken. Auch das Klimpern und Knattern ist Absicht. Wegen der hektischen Bewegungen scheint die Eureka sehr eifrig und fleissig – dabei erreicht sie gar nichts. Sie tut immer dasselbe und produziert nichts ausser Lärm.«
[Maya Burtscher in: Das Ballet aus Schrott, Kunstlupe Zürich]

»Zum ersten Mal kamen den Schweizern
Zweifel an Fortschritt und Kapitalismus auf.«
[Jean Tinguely]

[Foto: 5/2010 Roland zh, Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0
]















Will Brüll (*1922 Viersen, lebt in Meerbusch): Großer Raumwirbel (1966)

Edelstahl, 600 cm hoch. Standort: Kreisverkehr Willicher Straße / Osterather Mühle, Meerbusch- Osterath. Brülls markante Skulptur hat im Kreisverkehr einen idealen Platz. Sie steht leicht erhöht, so dass sich die Wirbel um die vier schmalen Achsen ungestört entfalten können. Leicht und schwerelos, wie vom Wind empor getragene Blätter, schwingen sich die Edelstahlelemente in die Höhe und in den Raum. Trotz ihres Gewichts vermittelt die zentnerschwere Plastik den Eindruck von Eleganz und Leichtigkeit. Brüll wurde in sehr jungen Jahren Flieger im Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse dieser Zeit prägten ihn nachhaltig. Sie klingen in seinen raumgreifenden, silbern glänzenden Edelstahlskulpturen nach. Seit 1955 lebt und arbeitet der Bildhauer in der Osterather Windmühle. Er ließ sie restaurieren und legte dort einen Skulpturenpark an. Als 2004 direkt an der Mühle der Kreisverkehr angelegt wurde, stellte Brüll dafür den „Großen Raumwirbel" zur Verfügung. Eine weitere Ausführung dieser Großplastik steht in Washington D. C., USA.

[Bild und Text: mit freundlicher Erlaubnis © 2012 Margot Klütsch. Alle Rechte vorbehalten]















Reinhard Buxel: 2 von 5 Skulpturen der Reihe, 2009 - 10

Sandstein. Vordergrund: 1.2 x 1.6 x 1.3 m, Hintergrund: 0.75 x 2.0 x 1.65 m.
Von Außen her betrachtet, erinnern Buxels Skulpturen an prähistorische, kultische Steinformationen. Erst der zweite Blick offenbart das rationale Moment: stets sind sie aus Steinblöcken zusammengefügt. Buxel wählt dazu einzelne, vorgefundene Steine aus und bearbeitet sie in wenigen, klaren Schnitten so, dass sich später alle Steine passgenau zu der vom Bildhauer konzipierten Skulptur zusammenfügen.

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 1/2010 Reinhard Buxel. Alle Rechte vorbehalten]




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Dr. Emden-Weinert created: 2008/5/25, last changed: 2017/02/06