SkulpTour Main-Metropole

Anna Kubach-Wilmsen (*1937 Kalkar-Appeldorn / Niederrhein,
lebt und arbeitet in Bad Münster am Stein-Ebernburg / Nahe):
Bücher der Weisheit (2017)

1.60 m hoch (inkl. Sockel), 1.6 t schwer, roter Gneis aus Australien (oberes Buch), grüner Quarzit aus Norwegen (mittleres Buch), schwarzer Granit aus Südafrika (unteres Buch). Standort: Martin-Luther-Park, Offenbach. Am 1. Oktober 2017 - in Anwesenheit von Vertretern der drei Buchreligionen - durch den Förderverein Praeludium und das Evangelische Dekanat Offenbach eingeweiht.

Ursprünglich trug der Sockel, von dem aus sich Wasser in den Teich ergießt, ein bronzenes Buch, von Karl-Heinz Oppl aus dem Stadtteil Rumpenheim geschaffen. Die vom Volksmund „Luther-Bibel“ genannte Plastik wurde 2007 von Metalldieben gestohlen und dasselbe Schicksal ereilte auch eine Replik. Dies führte auf die Idee, hier stattdessen ein Buch aus Stein aufzustellen und Anna-Maria Kubach-Wilmsen wurde um einen Entwurf gebeten. Die Idee, für jede der drei abrahamitische Religionen - Judentum, Christentum und Islam – ein Buch aufzustellen, entstand im Gespräch zwischen der Künstlerin und der Dekanin Eva Reiß. Das Ehepaar Leonore und Jürgen Blume, Vorsitzende des Fördervereins Praeludium, warben über vier Jahre hinweg 20.000 Euro an Spenden für die Realisierung ein, darunter von Stefan Grüttner, Minister für Soziales und Integration des Landes Hessen, von der Dr.-Marschner-Stiftung, der Stadt Offenbach und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

»Steine sind Millionen Jahre alt,
sie erzählen die Geschichte der Erde.«
[Anna Kubach-Wilmsen]

Anna Kubach-Wilmsen (*1937 Appeldorn / Niederrhein) und Wolfgang Kubach, die bis zu seinem Tod als Künstlerehepaar wirkten, zeigten ihre Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, insbesondere auch in Japan und den USA. Mit dem Steinskulpturenmuseum in Bad Münster am Stein-Ebernburg (Architekt: Tadao Ando) schufen sie ein Gesamtkunstwerk - eine Hommage an das Naturmaterial Stein. 2017 wurde Anna Kubach-Wilmsen die Max-Slevogt-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

[Foto: 10/2017 tew. Lizenz: Creative Commons Namensnennung - nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen]